{"id":50,"date":"2014-02-13T10:39:32","date_gmt":"2014-02-13T10:39:32","guid":{"rendered":"http:\/\/hrachovec.philo.at\/?page_id=50"},"modified":"2014-02-13T10:39:32","modified_gmt":"2014-02-13T10:39:32","slug":"zu-ebener-erde-und-im-ersten-stock","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hrachovec.philo.at\/?page_id=50","title":{"rendered":"Zu ebener Erde und im ersten Stock"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong>Textvorlage f\u00fcr ein im Sommer 2000 veranstaltetes Tele-Seminar zu &#8222;Rassismus und Philosophie&#8220;.<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">&nbsp;<em>Man mu\u00df nicht glauben, wenn man ein Hausherr is, da\u00df man dann alles durchsetzt. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Hausherr kann ein jeder sein, der sich ein Haus kauft; und \u00fcberhaupt, <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>da is jetzt gar nit drauf zu gehn;<\/em><em>heutzutage gibt&#8217;s Hausherrn, da\u00df Gott erbarm&#8216;!&nbsp;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">(Nestroy, a.a.O. I, 10)<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Diskriminierung beruht auf einer Logik des Unterscheidens und Bewertens, die sich separat von einzelnen diskriminierenden Akten diskutieren l\u00e4\u00dft. Sie&nbsp;<em>mu\u00df<\/em>&nbsp;sogar separat diskutiert werden, um politische \u00dcberzeugungen von philosophischen Analysen getrennt zu halten. Ich w\u00e4hle einen absichtlich artifiziellen Beispielsatz, um fundamentale Zusammenh\u00e4nge zwischen Unterscheidungssystemen und ihren Effekten zu behandeln. Erst zum Schlu\u00df wird eine Nutzanwendung auf das Verh\u00e4ltnis zwischen Weltbetrachtungen, die sich des Rassenbegriffes bedienen, und den derart organisierten Erfahrungen vorgeschlagen.<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"font-family: 'Times New Roman';\"><a name=\"SECTION00010000000000000000\"><\/a>Eine Satzprobe<\/h3>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Die folgende Aussage scheint bestenfalls einen rhetorischen Leerlauf zu enthalten:<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">&nbsp;<\/p>\n<blockquote style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\"><p>Der Zweck des gregorianischen Kalenders ist die Einteilung des Jahres nach dem gregorianischen Kalender.<\/p><\/blockquote>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Entgegen dem Anschein ist dieser Satz &#8211; bei genauerer Betrachtung &#8211; hochinteressant. Ich werde eine Lesart entwickeln, in der er als Exempel des sachgem\u00e4\u00dfen Umgangs mit Lebensordnungen, Fremdheit, Relativismus und Endlichkeit dient. Dazu sind einleitend zwei kurzsichtige Interpretationen abzuwehren, die eine sozusagen chauvinistische bzw. relativistische Deutung anbieten.<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Der eine Sinn ist: ,,Wir sind wir!&#8220; Zweck des Einteilungsprinzips sei nat\u00fcrlich die entsprechende Einteilung. So gesehen eine uninteressante Wiederholung, in der eine Behauptung allenfalls deshalb verdoppelt wird, weil sie beim ersten Mal zu wenig \u00fcberzeugt hat. Dagegen kann, das ist die zweite Deutung, eine gezielt minimalistisch operierende Leserin in der Formulierung einen empirischen Gehalt erkennen, der sich mit dem ,,offenkundigen&#8220; ersten Sinn gerade nicht vertr\u00e4gt. Der gregorianische Kalender k\u00f6nnte immerhin zur Erfassung des Ablaufdatums von Tiefk\u00fchlkost oder zur Berechnung von Lotto-Tips eingesetzt werden. So gesehen ist es eine informative Mitteilung, der Kalender bestimme die Zeitrechnung eines Kulturraums. (Die implizite Polemik dieser Relativierung ist bekannt: Der Westen hat kein Recht, ein kontingentes Einteilungsprinzip als selbstverst\u00e4ndlich zu betrachten und dem Rest des Globus zuzumuten.)<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Die zweite, in akademischen Kreisen popul\u00e4re, Deutung greift dennoch zu kurz. Sie betrachtet den Satz unter einer absichtsvollen methodologischen Verzerrung: ,,Der Zweck&nbsp;<em>eines gewissen Schemas<\/em>&nbsp;ist die Einteilung des Jahres nach dem gregorianischen Kalender.&#8220; Diese Aussage macht ihr Subjekt zu einem Formalismus, der auf verschiedene Art eingesetzt werden kann. Die Selbstverst\u00e4ndlichkeit einer Vor-Annahme wird distanziert, um f\u00fcr alternative Deutungen Platz zu schaffen. Ein derartiges Verfahren ist in der Kritik des Chauvinismus erprobt und wirksam. Es f\u00fchrt dazu, die eigenen Festsetzungen mit den Augen anderer Kulturen zu betrachten. Doch das Manko der strategisch eingesetzten Verzerrung ist ein Spiegelbild der \u00fcberzogenen Selbstgerechtigkeit. W\u00e4hrend diese das ,,gewisse Schema&#8220; ohne Umst\u00e4nde mit dem unterstellten Zweck identifiziert, l\u00e4\u00dft der kritische Empirismus beides auseinander fallen. Als h\u00e4tte die betrachtete Tabelle auf den ersten Blick gar nichts mit Zeitordnung und Machtverh\u00e4ltnissen zu tun.<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Die Pointe ist polemisch effektiv. Sie verfehlt jedoch die philosophische Spannung des Beispielsatzes, der weder blo\u00df identifiziert, noch g\u00e4nzlich dissoziiert. Derselbe Terminus, n\u00e4mlich ,,der gregorianische Kalender&#8220;, tritt in zwei verschiedenen Rollen auf. Beides ist festzuhalten: Der Satz spricht von einem Schema, das &#8211; methodisch isoliert genommen &#8211; keinen Bezug zur Beschreibung hat, mit der es versehen wird.&nbsp;<em>Und<\/em>: Darin, da\u00df auf der Seite der Beschreibung eben der Terminus auftritt, der schon zur Bezeichnung des zu Beschreibenden diente, liegt eine Mitteilung, welche die ,,chauvinistische&#8220; und die ,,relativistische&#8220; Lesart gleicherma\u00dfen verfehlen.<\/p>\n<h3 style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">&nbsp;<\/h3>\n<h3 style=\"font-family: 'Times New Roman';\"><a name=\"SECTION00020000000000000000\"><\/a>Unterstellung<\/h3>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Worin liegt die strukturelle Pointe der Doppelverwendung von ,,gregorianischer Kalender&#8220;? Man mu\u00df, um diese Frage zu beantworten, die Phrase sorgf\u00e4ltig auseinandernehmen. Dem Anschein nach handelt es sich um einen Subjekt-Pr\u00e4dikat-Satz. Die Deutungen als Tautologie oder als empirisch gehaltvolle Aussage bauen darauf auf. Aber die gedankliche Spannung entfaltet sich erst, wenn der Satz als eine Verschachtelung von objekt- und metasprachlichen Operationen analysiert wird. Unter dieser Perspektive bietet er eine ambitionierte Synthese.<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">&nbsp;<\/p>\n<ul style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">\n<li>Er sagt etwas \u00fcber ein Schema, dessen Zweck in Frage steht.<\/li>\n<li>Er tut das mit Hilfe von Worten (einer Metasprache), die funktionieren m\u00fcssen, um die Frage beantworten zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Siehe da: die Antwort bedient sich eines Wortes, das genau dem Terminus entspricht, \u00fcber den Auskunft verlangt war. Wozu haben wir den ,,gregorianischen Kalender&#8220;? Damit wir die Zeit nach ihm einteilen.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Alles h\u00e4ngt daran, zu verstehen, in welchem Sinn dieses Verfahren nicht zirkul\u00e4r ist. Daraus ergibt sich in der Folge die M\u00f6glichkeit, der Spiegelfechterei zwischen Chauvinismus und Relativismus zu entgehen. Der Zirkel wird vermieden, weil die Wortfolge ,,der gregorianische Kalender&#8220; auf zwei deutlich unterschiedenen Sprachebenen liegt. Das eine Mal bezieht sie sich auf ein in astronomischer Sprache verfa\u00dftes Ordnungskonstrukt, dessen Verwendungsweise als unbekannt pr\u00e4supponiert wird. Die Wortfolge ist interpretationsbed\u00fcrftig. Ihr Auftreten im Rahmen der danach erfolgenden Interpretation gehorcht anderen Gesetzen; hier mu\u00df schon klar sein, was sie hei\u00dft. Andernfalls w\u00e4re die Erkl\u00e4rung blo\u00df aufgeschoben. Die Rafinesse des Satzes l\u00e4\u00dft sich so beleuchten: Als Zweck des ,,gregorianischen Kalenders&#8220; wird dem unbekannten Etwas ein bestehender Gebrauch, die Institution mit Namen ,,gregorianischer Kalender&#8220;,&nbsp;<em>unterschoben<\/em>. Das ist kein Zirkel der Erkl\u00e4rung, denn die Institution besteht bereits. Sie verleiht dem tempor\u00e4r bedeutungsreduzierten Ausdruck den kontextuellen Sinn.<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Sofort dr\u00e4ngt sich ein Einwand auf. Ist das nicht blo\u00df eine hochtrabende Variante des Chauvinismus? Im Endeffekt wird auch in dieser Lesart das Verst\u00e4ndnis des angesprochenen Themas mit einem bereits vorausgesetzten Verstehen des Themas kurzgeschlossen. Was ist damit gewonnen<br \/>\n, da\u00df eine Einteilung der Welt nicht geradewegs statuiert, sondern&nbsp;<em>als<\/em>&nbsp;die Einteilung, die sie ist, erl\u00e4utert wird? Antwort: Es macht den ganzen Unterschied zwischen der Dialektik von Chauvinismus und Relativismus auf der einen Seite, und einer Einsch\u00e4tzung, die quer zu diesen Fronten liegt. In der harmlos klingende Homophonie, die hier zu explizieren ist, versteckt sich die systematische Kritik eines schlampig gedachten Toleranzprinzips<\/p>\n<h3 style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">&nbsp;<\/h3>\n<h3 style=\"font-family: 'Times New Roman';\"><a name=\"SECTION00030000000000000000\"><\/a>Provokation<\/h3>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Die Formulierung des Beispielsatzes demonstriert eine anspruchsvolle hermeneutische These. Sie besagt, da\u00df es ohne Sprachpraxis, d.h. ohne das vorausgesetzte Einvernehmen einer real existierenden Soziet\u00e4t, nichts zu verstehen gibt. Der einzige Weg, mit der Lautfolge ,,gregorianischer Kalender&#8220; Sinn zu verbinden, liegt darin, sie so zu explizieren, da\u00df andere Sprecherinnen (m\/w) etwas mit ihr anfangen k\u00f6nnen. F\u00fcr eine Buchstabenkette wie ,,PCMCIA&#8220; leuchtet das rasch ein. Aber es gilt genauso f\u00fcr die angef\u00fchrte Formel. Gesetzt, der gregorianische Kalender sei unbekannt. Dann ist es zweifellos p\u00e4dagogisch verfehlt, als seinen Zweck die Anwendung des gregorianischen Kalenders anzugeben. In dieser scheinbaren Zumutung steckt jedoch eine methodisch unverzichtbare Einsicht: Alles, was wir vorbringen k\u00f6nnen, um einer Person, die nicht mit dem Zweck des ,,gregorianischer Kalender&#8220; genannten Schemas vertraut ist, die Sache zu erkl\u00e4ren, kommt auf die eine oder andere Weise darauf hinaus, ihr nahezubringen, wie wir den Terminus gebrauchen. Darauf verweist, abgek\u00fcrzt, der Einsatz des Terminus selber.<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Im Unterricht und in erl\u00e4uternder Konversation ist ein Vokabular zu w\u00e4hlen, das die beteiligten Gespr\u00e4chspartner beide kennen. Man sagt etwa: ,, ,PCMCIA&#8216; steht f\u00fcr ,Personal Computer Memory Card International Association&#8216; &#8220;. Entscheidend ist, da\u00df der erkl\u00e4rende Teil dieses Satzes nicht auf dasselbe Unverst\u00e4ndnis trifft, wie das Acronym. Die Sprecherinnen, die sich mit Hilfe dieses Satzes verst\u00e4ndigen, m\u00fcssen die auftretenden Worte einl\u00f6sen. Zur Erkl\u00e4rung k\u00f6nnte auch behauptet werden, ,,PCMCIA&#8220; stehe f\u00fcr ,,People Can&#8217;t Memorize Computer Industry Acronyms&#8220;. Der Sinn liegt nicht in der Buchstabenakkumulation, sondern im Kontext, mit dem die Erkl\u00e4rung uns bekannt macht.<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Mit dieser Wendung scheinen wir freilich auf die Seite des Relativismus geraten. Die Bedeutung des Acronyms ver\u00e4ndert sich je nach den Umst\u00e4nden. Dagegen sind zwei Punkte festzuhalten. Erstens kommt&nbsp;<em>\u00fcberhaupt keine<\/em>&nbsp;Erkl\u00e4rung zu Stande, wenn Sprecherinnen Buchstaben beliebigen Sinn zuordnen. Von ad hoc erdachten und gleich wieder verworfenen ,,Interpretationen&#8220; alphabetischer Zeichenketten hat niemand etwas. Und dann liegt der Witz der an zweiter Stelle genannten Aufl\u00f6sung des K\u00fcrzels ,,PCMCIA&#8220; gerade darin, da\u00df sie eine Standardinterpretation&nbsp;<em>voraussetzt und abwandelt<\/em>. Dasselbe gilt f\u00fcr ,,gregorianischer Kalender&#8220; und jede erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftige Zeichenkette. Um&nbsp;<em>irgendetwas<\/em>&nbsp;an ihr zu verstehen, mu\u00df sie in einen bestehenden Verst\u00e4ndniskontext aufgenommen werden. Um sie&nbsp;<em>alternativ<\/em>&nbsp;zu verstehen, ist sie von diesem Kontext abzuheben. Sie braucht ihn, um Distanz zu schaffen.<\/p>\n<h3 style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">&nbsp;<\/h3>\n<h3 style=\"font-family: 'Times New Roman';\"><a name=\"SECTION00040000000000000000\"><\/a>Toleranz<\/h3>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Bedeutet ,,gregorianischer Kalender&#8220; die Frischegarantie f\u00fcr Tiefk\u00fchlkost oder die Jahresgliederung, welche Papst Gregor eingef\u00fchrt hat? Sehr tolerant k\u00f6nnte jemand behaupten, da\u00df beides &#8211; und noch vieles andere &#8211; in Frage kommt. Laute k\u00f6nnen keinen verl\u00e4\u00dflichen Inhalt an sich binden. Eine solche Toleranz ist jedoch blind f\u00fcr das zentrale Problem. Sicherlich kann die Lautfolge zu ganz unterschiedlichen Zwecken eingesetzt werden. Nur: dann&nbsp;<em>bedeutet<\/em>&nbsp;sie auch immer etwas Anderes und damit nichts, was sich in den diversen Verwendungen durchh\u00e4lt. Damit verschwindet aber die inhaltliche \u00dcberschneidung der Interpretationsvarianten. Sie haben zueinander kein Verh\u00e4ltnis mehr, das der Rede &#8211; und vor allem der Toleranz &#8211; wert w\u00e4re. Toleranz kollabiert zur Indifferenz. Sie ist ja nicht daran zu testen, da\u00df anderen Personen zugestanden wird, mit Lauten beliebige Inhalte zu verbinden. Ihr Kriterium liegt darin, ob es Andersdenkenden frei steht, mit&nbsp;<em>bestimmten<\/em>&nbsp;Worten auch etwas&nbsp;<em>anderes<\/em>&nbsp;zu verbinden, als eine jeweilige Sprachgemeinschaft. Toleranz akzeptiert Differenzen, das kann nur hei\u00dfen: Abweichungen&nbsp;<em>von einem Standard<\/em>. Die pure Differenz, die Wertsch\u00e4tzung des Anderen&nbsp;<em>als<\/em>&nbsp;Anderen, ist eher ein erhebendes Gef\u00fchl, als eine kognitive Einstellung.<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Die Provokation, zu welcher der Passus \u00fcber den gregorianischen Kalender diente, liegt also darin, da\u00df der Gebrauch von Sprache unweigerlich Festlegungen erfordert und enth\u00e4lt, mit denen die jeweils Sprechenden sich eine Deutungshoheit anma\u00dfen, der gegen\u00fcber Alternativen ,,zu sp\u00e4t&#8220; kommen. Plump ausgedr\u00fcckt sind ,,Fremde&#8220;, nach diesem Befund, immer schon diskriminiert. Die angek\u00fcndigte Position quer zu Fremdenha\u00df und Fremdenliebe basiert auf diesem Resultat. In seiner plumpen Fassung wirkt es eher absto\u00dfend. F\u00fcgt man allerdings zwei Korollarien hinzu, die sich im vorgestellten Gedankengang ergeben haben, gewinnt die These (hoffentlich) an \u00dcberzeugungskraft. Es macht, erstens, keinen Sinn, Alternativen an den Anfang des Sprachverstehens zu setzen. Zweitens ist nicht nachvollziebar, was Alternativen anderes sein sollen, als Alternativen&nbsp;<em>zu etwas<\/em>. Diese Behauptungen sind gegen mehrere drohende Mi\u00dfverst\u00e4ndnisse zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"font-family: 'Times New Roman';\"><a name=\"SECTION00050000000000000000\"><\/a>Alternativen<\/h3>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Gesagt ist nicht, da\u00df Sprecherinnen niemals mit verschiedenen, \u00e4quivalente Deutungen gewisser Zeichenketten konfrontiert w\u00e4ren. Es geht nicht darum, den heilsamen Effekt zu leugnen, den die Entdeckung mit sich bringt, da\u00df fremde Soziet\u00e4ten mit gleichlautenden Worten anders umgehen. Die These bezieht sich auf den systematischen Ort, an dem es zu solchen Erfahrungen und den mit ihnen verbundenen Abw\u00e4gungen kommen kann. Um etwas&nbsp;<em>anders<\/em>&nbsp;verstehen zu k\u00f6nnen, mu\u00df man es zuvor&nbsp;<em>verstehen<\/em>. Das ist kein Argument dagegen, Bedeutungswechsel zu vollziehen. Sondern ein Hinweis auf den Umstand, da\u00df sich Alternativen und etablierte Umst\u00e4nde wechselseitig bedingen. Ohne festen Halt f\u00fcr die F\u00fc\u00dfe kann ein Kasten nicht verschoben werden. Dagegen spricht nicht, da\u00df der Fixpunkt auf den zweiten Blick seinerseits nur eine von mehreren M\u00f6glichkeiten darstellt. Diese Variabilit\u00e4t im n\u00e4chsten Durchgang ist das Hauptmotiv der relativistischen Lesart des Beispielsatzes. In ihr fehlt die H\u00e4lfte der Beweglichkeit, n\u00e4mlich die Standfestigkeit, ohne die es sich um erratische Positions\u00e4nderungen handeln w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Die Absicht von Versuchen, dem europ\u00e4ischen Wertsystem die Selbstverst\u00e4ndlichkeit zu nehmen, geht dahin, Korrekturen f\u00fcr die Fehlentwicklungen zu finden, zu denen sein Imperialismus allerorten gef\u00fchrt hat. Damit es&nbsp;<em>Korrekturen<\/em>&nbsp;sind, nicht nach undurchsichtigen Bed\u00fcrfnissen inszenierte Gegengewalt, ist ein Verh\u00e4ltnis zwischen Beschreibung, Sinn, Anwendung des Wertsystems und den erforderlichen Abweichungen zu statuieren. Das impliziert die Offenlegung operativer Unte<br \/>\nrscheidungen im Sinn der angebotenen Analyse. Sie hat mittlerweile, zus\u00e4tzlich zu den artifiziellen Konstrukten und deren Erl\u00e4uterungen in Sprachhandlungen, eine dritte Dimension gewonnen. Erl\u00e4uterungen, die anfangs unhintergehbar schienen, k\u00f6nnen ihrerseits problematisiert werden. Oft sind sie so unverst\u00e4ndlich, wie der Terminus, dessen Gebrauch sie kl\u00e4ren sollen. Damit haben sich drei Stellungen des Gedankens zu fremdartigen Wortfolgen ergeben. Man kann solche Vorgaben frei verwenden, ohne sich darum zu k\u00fcmmern, was andere damit meinen. Oder sie in \u00dcbereinstimmung mit einem herrschenden Konsens gebrauchen. Die dritte Option besteht in der partiellen Anerkennung eines Gebrauches, der neuen Regeln unterworfen wird.<\/p>\n<h3 style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">&nbsp;<\/h3>\n<h3 style=\"font-family: 'Times New Roman';\"><a name=\"SECTION00060000000000000000\"><\/a>Klischee, Rassismus<\/h3>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Die drei Positionen lassen sich selten sauber trennen. Ihr Zusammenspiel ist ein wichtiger Beitrag zur Dynamik, aber auch zur Verwaschenheit der Sprachpraxis. Wie ist z. B. das Wort ,,Klischee&#8220; zu erkl\u00e4ren? In seinem gew\u00f6hnlichen Gebrauch vermischen sich zwei Einstellungen, die analytisch auseinanderzuhalten sind. Einerseits wird mit diesem Begriff eine bestimmte Eigenschaft von \u00e4sthetischen Gebilden&nbsp;<em>beschrieben<\/em>, andererseits wird sie negativ&nbsp;<em>bewertet<\/em>. (Die positive Bewertung eines als prototypisch qualfizierten Gegenstands ergibt ein Vorbild.) In solchen komprimierten Verwendungsweisen l\u00e4\u00dft sich die doppelte Mitteilung erkennen, die vorhin in zwei Schritte auseinandergelegt wurde. Erstens: Klischees haben gewisse Eigenschaften, die sich deskriptiv wiedergeben lassen. (Vergleiche das astronomische Einteilungsmuster.) Zweitens: der Besitz dieser Eigenschaften wird vorweg gewertet.<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Klischees sind unerw\u00fcnscht. Die Formulierung ist so tautologisch, wie die erste Interpretation des Beispielsatzes. Um ihre Berechtigung herauszuarbeiten, mu\u00df sie im demonstrierten Verfahren in Schichten zerlegt werden. Negativ kann etwas nur bewertet werden,&nbsp;<em>nachdem<\/em>&nbsp;ihm eine bestimmte Beschaffenheit zugeschrieben worden ist. Beides auf einmal zu versuchen, d.h. die Beschaffenheit direkt abzuqualifizieren, ist ein bedenkliches Verfahren. Im neutralen Kontext des vorangegangenen Gedankengangs hatte das geheissen, bei der Deutung eines befremdlichen Wortes gleich mit Alternativen zu beginnen. Dagegen habe ich daf\u00fcr pl\u00e4diert, auf die Trennung der Festlegung einer Bedeutung und der (m\u00f6glichen) Distanzierung von solchen Festlegungen zu achten. Die Nutzanwendung auf das Thema ,,Rassismus&#8220; wird deutlich, wenn man sich vor Augen f\u00fchrt, da\u00df es sich dabei um eine Art Klischeebildung handelt.<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Jemandem eine ,,rassistische Bemerkung&#8220; vorzuwerfen, gehorcht derselben Logik, wie die Verurteilung eines Klischees. Ein solcher Vorwurf hat eine komplexe interne Struktur, in der das Verh\u00e4ltnis zwischen zun\u00e4chst als bedeutungsneutral hingestellten Ph\u00e4nomenen und ihrer Deutung sich verdoppelt. Die Person, welche des Rassismus beschuldigt wird, macht &#8211; so lautet der Vorwurf &#8211; keinen Unterschied zwischen ihren Wahrnehmungen und ihren Vorurteilen. Zweitens aber, und damit wird es verwirrend, unterliegt dieser Vorwurf seinerseits der beschriebenen Logik. Anti-Rassistinnen (m\/w) sind nicht davor gefeit, eben den Kurzschlu\u00df zu produzieren, den sie ihren Kontrahentinnen (m\/w) zum Vorwurf machen. Auch sie haben ihre Schl\u00fcsselreize, auf die sie ohne Trennung von Wahrnehmung und Vorurteil reagieren. In dieser Hinsicht stehen sie aufderselben Stufe, wie ihre Gegnerinnen (m\/w).<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Als Antwort darauf ist oft zu h\u00f6ren: Aber die Anti-Rassistinnen (m\/w) sind methodologisch reflektierter. Sie wissen &#8211; oder sind zumindest eher bereit, zur Kenntnis zu nehmen &#8211; da\u00df zwischen Erscheinung und Urteil ein Unterschied zu machen ist. Selbstkritisch wenden sie sich auch gegen die eigene, unwillk\u00fcrliche, Blindheit. Das mag ja zutreffen, dennoch hat dieser Einspruch einen schwerwiegenden Sch\u00f6nheitsfehler. Er verteilt die Gewichte zwischen Xenophobie und Xenophilie auf stereotype Weise. Die einen reagieren kurzschl\u00fcssig und defensiv, die anderen reagieren auf diese Reaktion und halten sich gr\u00f6\u00dfere Flexibilit\u00e4t zu Gute. Den Hausmeistern, als Inbegriff des diskriminierenden Verhaltens, stehen die Hausbesitzer gegen\u00fcber, die sich von der Masse durch ihr Unterscheidungsverm\u00f6gen &#8211; unterscheiden.<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Diese Verteilung ist eine Hypothek des anti-rassistischen Diskurses. Die vorgetragenen \u00dcberlegungen tragen dazubei, sie abzubauen. Sie r\u00fccken zwei normalerweise verdeckte Strukturmerkmale der Bedeutungskonstitution in den Vordergrund. Erstens braucht&nbsp;<em>jede<\/em>&nbsp;Sinnfestlegung, wie selbstkritisch sie immer sein mag, eine Sprachpraxis, in der sie ,,beheimatet ist&#8220;. Zweitens ist jede solche Sprachpraxis, egal ob sie es wahrhaben will oder nicht, von der Befremdlichkeit durchzogen. So wohlmeinend kann man gar nicht sein, da\u00df man nicht Trennlinien ziehen m\u00fc\u00dfte. Besser: Wohlmeinend kann man gar nicht sein, ohne dabei ein Trennsystem einzusetzen.<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Die Interferenz, um die es in den beiden Punkten geht, enth\u00e4lt eine irritierende Tendenz zum Relativismus. Es scheint unerheblich zu werden, ob jemand rassistische oder anti-rassistische Vorurteile mitbringt. Dagegen richtet sich die Skizze der drei Stellungen des Gedankens zu fremdartigen \u00c4u\u00dferungen. Ihr zufolge ist die Entwicklung von Alternativen gegen ein herrschendes Verst\u00e4ndnis von der unbedachten Aus\u00fcbung dieses Verst\u00e4ndnisses wohl unterschieden. Man darf blo\u00df nicht so tun, als w\u00e4ren die Alternativen selbstverst\u00e4ndlich und ohne eigenen Deutungseinsatz verf\u00fcgbar. Dem Relativismus ist durch Praxis zu entgehen, die sich auf Deutungen verpflichtet wei\u00df. Intellektuelle lieben das Spiel, anderen fixe \u00dcberzeugungen zuzuschreiben und ihre eigenen dabei in Schwebe zu lassen. So machen sie sich unbeliebt. Abschlie\u00dfend daher ein Zitat zum Selbsttest.<\/p>\n<h3 style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">&nbsp;<\/h3>\n<h3 style=\"font-family: 'Times New Roman';\"><a name=\"SECTION00070000000000000000\"><\/a>Verd\u00e4chtig<\/h3>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Der Beispielsatz war mit Bedacht harmlos gew\u00e4hlt. Die Lehren gelten jedoch auch f\u00fcr umstrittene F\u00e4lle, in denen etwa biologische Ordnungsmuster auf Menschen angewendet werden. Monika Firla zitiert Kants Meinung \u00fcber Europ\u00e4er und Afrikaner.<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">&nbsp;<\/p>\n<blockquote style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\"><p>So wesentlich ist der Unterschied zwischen diesen zwei Menschengeschlechtern, und er scheint eben so gro\u00df in Ansehung der Gem\u00fcthsf\u00e4higkeiten, als der Farbe nach zu sein. (AA II, S. 253, zitiert nach IWK Mitteilungen 3\/1997, S. 9)<\/p><\/blockquote>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Entsprechend den drei angef\u00fchrten Positionen l\u00e4\u00dft sich diese Vorgabe unterschiedlich verarbeiten. Entweder man versteht nicht (oder verweigert das Verst\u00e4ndnis davon), welchen Unterschied Kant meint. Oder man versteht es (nur zu gut), was wiederum den Ansto\u00df dazu geben kann, den Umgang mit dem Unterschied alternativ zu organisieren.<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Im Spektrum der damit angerissenen M\u00f6glichkeiten ist mir eine besonders verd\u00e4chtig. Ich stelle sie als Karikatur ans Ende. Die Schriften toter Philosophen enthalten eine ansehnliche Menge ,,rassenkundlicher&#8220; Bemerkungen. (So wie am Stammtisch \u00fcble Witze kursieren.) Aus ihrem Kontext extrahiert, sind sie unverst\u00e4ndlich und\/oder skandal\u00f6s. Immer wieder ger\u00e4t man in Versuchung, solche Passagen aufzust\u00f6bern und mit dem Finger auf ihre Anst\u00f6\u00dfi<br \/>\ngkeit zu zeigen. Im Kontext des entwickelten Gedankengangs hei\u00dft das, sie erstens zur Fremdartigkeit zu distanzieren, ihnen zweitens den gegenw\u00e4rtigen Begriff von Rassismus zu unterstellen und sich drittens gegen die damit synthetisierten ,,rassistischen \u00c4u\u00dferungen&#8220; zu verwahren. Das Vorgehen erinnert an Skandaljournalismus, der sich \u00fcber Zust\u00e4nde emp\u00f6rt, die er, um damit Gewinn zu machen, zum Skandal gemacht hat. Vers\u00f6hnlicher gesagt: Opposition, wo alle oppositionell sind, ist der in solchen Verh\u00e4ltnissen herrschende Konsens. Wie Toleranz zu Indifferenz, kann Aufkl\u00e4rungsbed\u00fcrfnis zu Besserwissen kollabieren.<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">Die m\u00fchsame Aufgabe best\u00fcnde darin, eine Argumentation zu entwickeln, welche die Rede von Rassenmerkmalen weder ignoriert, noch abqualifiziert, sondern transformiert. Vielleicht ist das zuviel der Ehre f\u00fcr solche Redeweisen. Hier, f\u00fcr den Ernstfall, noch ein Rat. Philosophie, die \u00fcber Rassismus spricht, m\u00f6ge auf ebener Erde beginnen, wo die Verletzungen stattfinden. Nicht im ersten Stock, wo versucht wird, sie zu kurieren.<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">&nbsp;<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\"><strong><em>\u00a9 <\/em><span style=\"font-size: large;\">Herbert Hrachovec<\/span><\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Textvorlage f\u00fcr ein im Sommer 2000 veranstaltetes Tele-Seminar zu &#8222;Rassismus und Philosophie&#8220;. &nbsp; &nbsp;Man mu\u00df nicht glauben, wenn man ein Hausherr is, da\u00df man dann alles durchsetzt. Hausherr kann ein jeder sein, der sich ein Haus kauft; und \u00fcberhaupt, da is jetzt gar nit drauf zu gehn;heutzutage gibt&#8217;s Hausherrn, da\u00df Gott erbarm&#8216;!&nbsp; (Nestroy, a.a.O. I,&hellip; <a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/hrachovec.philo.at\/?page_id=50\">Read More<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-50","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hrachovec.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/50","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hrachovec.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/hrachovec.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hrachovec.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hrachovec.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hrachovec.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/50\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hrachovec.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}